Kirche wird zum Kindergarten - Bauunternehmung Peter Holthausen baut Kirche zur Kita um
Die denkmalgeschützte katholische Christus König Kirche in Düsseldorf-Oberkassel erhält Ende nächsten Jahres neues Leben, wenn dort eine Kindergarten-Tageseinrichtung mit sechs Gruppen einzieht.

Rendering Petzinka Pink Architekten
Düsseldorf. 09.09.2011.In Verbindung mit einem Familienzentrum entspricht diese Kita dann den neuesten Standards und erfüllt vielfältige Nutzungsanforderungen.
In Erweiterung des bisherigen Kindergartens am Pastor-Busch-Weg in Düsseldorf-Oberkassel sind dann auch betreute Gruppen von 0 bis 3 Jahren, Vorrichtungen für Kinder mit körperlichen Behinderungen sowie die Bildung einer Inklusionsgruppe vorgesehen.
Deutschlandweit setzt der Umbau Maßstäbe. Zum ersten Mal wird eine Kirche
in eine Kindertagesstätte umgewandelt. Mit dem Bauunternehmer Peter Thunnissen fand die Gemeinde einen engagierten Käufer, der daran interessiert ist das Erscheinungsbild zu erhalten und angetan war von dem Konzept dort eine Kindertageseinrichtung einzurichten.
Das Düsseldorfer Jugendamt und das Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege sind von der durch den Architekten Thomas Pink entwickelten Konzeption begeistert.
Das imposante Kirchenschiff, von dem Architekten Franz Schneider in den frühen 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut, wird horizontal unterteilt und bietet so den Kindern auf drei Ebenen deutlich mehr Platz, als nach den geltenden Standards gefordert wird. Raumhöhen zwischen 3,30 m und 6,50m geben den Kindern ein Gefühl für die dritte Dimension. Die nach Süden hin vollkommen geöffnete neue Fassade mit den gekonnt integrierten Buntglasfenstern, wird unterschiedlichste Lichtverhältnisse in den Räumen erzeugen.
Der Denkmalschutzbehörde ist wichtig, neben den alten Buntglasfenstern das derzeitige Chorhaus und die Conchen (halbrunde Nischen) erlebbar zu machen und die farbig gestaltete historische Decke zu erhalten. Im Ergebnis bekommen die verschiedenen Gruppenräume einen ganz individuellen Charakter und bieten den Kindern unterschiedlichste Möglichkeiten die Räume mit Leben zu erfüllen. Die meisten Gruppenräume haben einen direkten Ausgang zum Garten bzw. zu den holzgedeckten Terrassen. In der alten Krypta ist ein Raum zum Toben und Bolzen mit direktem Zugang zum Garten vorgesehen. Als besonderes Highlight bezeichnet Peter Thunnissen einen überdeckten Freibereich, der in der schmuddeligen Jahreszeit Außenaktivitäten ermöglicht und zugleich die Kinder vor Wind und Regen schützt.
Das im Kirchengebäude integrierte Familienzentrum bekommt einen eigenen Zugang. So können in den Abendstunden und am Wochenende die Gemeinschaftsräume, insbesondere der 180 m² große Saal auch für Familienfeste und andere Aktivitäten z.B. Gymnastikgruppen, genutzt werden. Die moderne Küche steht nicht nur der Kindertagesstätte, sondern auch den übrigen Nutzern zur Verfügung.
Auch die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius freut sich über die sinnvolle Nutzung des vor einem Jahr veräußerten Kirchengebäudes. Dechant Michael Dederichs zitierte im Zusammenhang mit der zukünftigen Nutzung das Neue Testament mit den Worten %u201ELasset die Kinder zu mir kommen%u201C. Er sieht das inzwischen entweihte Kirchengebäude bei dem Düsseldorfer Investor Peter Thunnissen in guten Händen und erwartet, dass möglichst bald mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.
v.l. Investor Peter Thunnissen, Dechant Michael Dederichs, Diakon Klaus Kehrbusch, Architekt Thomas Pink, Foto
Abbrucharbeiten, Budde Foto
Der Plan wird begutachtet, Budde Foto
Seitenansicht der Kirche -Budde Foto
| Datum: 09.09.2011 | Autor: mb | Download: PDF (960,9 KB) |
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