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Richtfest Ballsporthalle "Lauterer Höhe" Coburg

Oberbürgermeister Norbert Kastner: Diese Halle wird ein "Prunkstück"

Düsseldorf. 14.10.2010. Im Beisein von Sport StadiaNetGmbH Geschäftsführer Michael U. Tockweiler, Oberbürgermeister Norbert Kastner, Bürgermeister Hans-Heinrich Ulmann und Dr. Ing. Achim Matuszek fand das Richtfest auf dem Gelände der Coburger Großbaustelle statt.
Der Sport StadiaNet Einladung folgten mehr als 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Sport und den Medien. Zahlreiche Ingenieure und Handwerker aus den verschiedenen Gewerken vor Ort nahmen an der Richtfest-Zeremonie teil, bei der ein geschmückter Tannenbaum aus Metall von einem Kran in luftige Höhe gebracht wurde. Den Richtspruch sprach Handwerker Martin Brehl vom Stahlbauunternehmen Hahner aus Fulda. Der Spruch fiel kurz und knapp aus: "Dass der Stahl nicht rost`, Prost!"
Michael U. Tockweiler griff sein Versprechen aus dem Sommer auf, als er angekündigt hatte, die Halle werde "wie ein Champignon aus der Erde wachsen". "Wir stehen nun vor einem Champignon, den wir gemeinsam genießen können. Fast alle Zeitverluste sind aufgeholt, die durch den Wechsel der Baufirma entstanden sind. Unser Ziel ist es, die Ballsporthalle so schnell wie möglich wetterfest zu machen, um den Innenausbau zu ermöglichen. Wir werden alles daran setzen unsere Verpflichtungen zu erfüllen. Die Halle ist ein Juwel und in Deutschland einzigartig," so Tockweiler weiter.
Zuvor hatte schon Oberbürgermeister Norbert Kastner mit einem Superlativ aufgewartet, indem er die Halle als "Prunkstück" bezeichnete. In den letzten Wochen habe sich an der Baustelle auf der Lauterer Höhe sichtbar viel getan, sagte das Stadtoberhaupt. Neugierig und gespannt sei man auf das fertige Objekt.
Bei sonnigem Herbstwetter ging es dann in Gruppen zur Baustellenführung. Geschäftsführer und Projektleiter sowie der Architekt des Bauwerkes ließen es sich nicht nehmen den Gästen persönlich die Halle zu zeigen und sie über die Baufortschritte zu informieren. Unter Hochdruck arbeiten die Bauarbeiter aus den verschiedenen Bereichen in zwei Schichten. Stahlbauer, Dachdecker, Maurer und Betonbauer bringen das Bauvorhaben voran, unter der kompetenten Leitung von Projektleiter Dipl. Ing. Jens Witter und seinem Leitungsteam vom Ingenieurbüro Dr. Matuszek & Partner.
"Bisher wurden vor Ort 2787 m³ Beton gemischt und verbaut, mehr als 291 Tonnen Stahlbeton für die Bewehrung verarbeitet, 6843 m² Holz für die Einschalungsarbeiten verbraucht. Im Untergeschoss sind neben Stahlbeton-fertigteilen mehr als 1147 m² Mauerwerk aus Kalksandstein hergestellt worden, für Wände, Treppen, Zwischenwände und Gänge.
Die im September angelieferten 430 Tonnen Stahlträger für das Dach wurden zum großen Teil bereits eingefügt. Die letzten beiden Stahlträger werden in der 43. Woche aufgesetzt. Seit dieser Woche wird das Kalzit-Metalldach aufgelegt. Die Arbeiten sind geplant bis zur KW 46. Das Dach der Halle wird danach mit einer Metallhaut überzogen, die Halle selbst erhält eine Rundumverglasung," so Jens Witter. Dipl.-Ing. Mariana Kornet vom Ingenieurbüro Dr. Matuszek & Partner ergänzt: "Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt Coburg ist sehr gut. Es findet ein regelmäßiger Austausch statt."

Die Ballsporthalle beeindruckt durch ihre Architektur. Das Gebäude habe bewusst keine Vorder- und Rückseite erhalten, sondern solle sowohl aus der Perspektive der Veste Coburg als auch von der Autobahn her ein Zeichen in der Landschaft setzen. Zum anderen besticht die Halle durch innovative Technik: Sie wird die strengsten Normen zur Energieeinsparung und die Kriterien eines "Green Buildings" erfüllen, erklärte Architekt Cem Arat den Gästen im Festzelt.


Oberbürgermeister Norbert Kastner und SSN-Geschäftsführer Michael U. Tockweiler


Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport


Modell der Sporthalle


Oberbürgermeister Norbert Kastner, Michael U. Tockweiler, Architekt Cem Arart


Architekt Cem Arat erklärt das Modell.


Knut Mayer, Dr. Ing. Achim Matuszek, Cem Arat


Starkes Interesse der Medien


Mitarbeiter der Firma Hahner Stahlbau Fulda


Es ist vollbracht.


Knut Mayer, Cem Arat, Dr. Matuszek & Partner Projektleiter Jens Witter

Bericht vom Richtfest und Interviews mit Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner
und SportStadiaNet Geschäftsführer Michael U. Tockweiler als Film


Margit Budde



Auszug aus dem COBURGER TAGEBLATT vom 14.10.2010

Richtfest für ein "Prunkstück"


Von Christoph Scheppe / Fotos: H. Blischke

Die Ballsporthalle auf der Lauterer Höhe nimmt Formen an. SportStadiaNet will als Projektentwickler nichts unversucht lassen, das 15,6 Millionen-Objekt vertragsgemäß zum 31. Dezember fertig zu stellen.



Bild links: Austrocknen und entfeuchten: Um mit dem Innenausbau beginnen zu können, muss die Halle möglichst schnell wetterfest gemacht werden. Bild rechts: Juwel, Schmuckstück: Oberbürgermeister Norbert Kastner (links) und SportStadiaNet-Geschäftsführer Michael Tockweiler sparten beim gestrigen Richtfest nicht mit Superlativen.

Coburg - Die Halle werde "wie ein Champignon aus dem Boden schießen", hatte SportStadiaNet-Geschäftsführer Michael Tockweiler im Juni versprochen. Beim Richtfest konstatierte er gestern, Wort gehalten zu haben. Der im Frühjahr durch den Wechsel des Rohbau-Partners entstandene Zeitverlust sei fast kompensiert, zeigte sich Tockweiler optimistisch, den mit der Stadt vertraglich vereinbarten Fertigstellungstermin zum 31. Dezember halten zu können. "Wir werden alles tun, um unsere Verpflichtungen zu erfüllen."

Ob dies tatsächlich gelingt oder eine Konventionalstrafe fällig wird, hängt wesentlich von den Witterungsverhältnissen ab. Deshalb konnte und wollte der Geschäftsführer auch kein 100-prozentiges Versprechen abgeben. Für den Fall der Fälle habe man bereits "andere Szenarien in der Schatulle", die mit der Stadt abgesprochen seien, sagte Tockweiler, ohne auf Details einzugehen. Ziel sei es, noch vor den anstehenden "schweren Monaten" die Ballsporthalle so schnell wie möglich wetterfest zu machen, um den Innenausbau zu ermöglichen. Das erfordere permanentes Heizen, um die Halle trocknen und entfeuchten zu können. Tockweilers Fazit: "Die Halle wird ein Juwel und ist in Deutschland einzigartig. Ich freue mich auf die Eröffnung."

Zuvor hatte schon Oberbürgermeister Norbert Kastner mit einem Superlativ aufgewartet, indem er die Halle als "Prunkstück" bezeichnete. In den letzten Wochen habe sich an der Baustelle auf der Lauterer Höhe sichtbar viel getan, sagte das Stadtoberhaupt. Neugierig und gespannt sei man auf das fertige Objekt.

Zum Auftakt einer Baustellen-Führung wurde der obligatorische Richtbaum per Kran aus luftiger Höhe auf einen Dachträger heruntergelassen, während ein Handwerker-Quartett den Akt mit dem Richtspruch besiegelte. Der fiel kurz und bündig aus: "Dass der Stahl nicht rost`, Prost!"

Doch wer wird Namenspate für die 15,6 Millionen Euro teuere, politisch umstrittene und 3200 Zuschauer fassende Ballsporthalle auf der Lauterer Höhe? Das Rätselraten dürfte am nächsten Donnerstag ein Ende haben, wenn sich der Stadtrat mit diesem Thema befasst. Mit der Namensgeber-Offerte hatte sich die Stadt noch vor den Sommerferien an 30 Unternehmen gerichtet.

Datum:
14.10.2010
Autor:
mb

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